19.02.2018 18:10 Alter: 218 days
Kategorie: News
Von: Jörg Neumann

Jahreshauptversammlung


Bürgermeister Peter Schäfer begrüßt Samuel Reyle (re.) im Amt des Jugendfeuerwehrwart. ©VKZ

Die geehrten und beförderten Kameraden ©VKZ

Die Helfer werden im Jahr 2017 zu 25 Einsätzen alarmiert.

Die Eberdinger Feuerwehr hält viel von ihrer Jugendabteilung. Im Rahmen der Hauptversammlung am Freitagabend gab's in dem Bereich einen Führungswechsel: Samuel Reyle übernahm das Amt des Jugendfeuerwehrwarts. Er wurde mit 52 von 56 Stimmen gewählt.

Für die Gesamtwehr war 2017 ein eher durchschnittliches Jahr, so Kommandant Frank Sattler. Insgesamt rückten die Kameraden 25-mal aus. Gerufen wurden sie vor allem zu technischen Hilfeleistungen. 14 Einsätze sind alleine in diesem Bereich verbucht. Dazu kamen sechs Brände, zwei Gefahrstoffunfälle und zwei Fehlalarme. Ein Einsatz rief bei den Kameraden auch im Rückblick noch ein Schmunzeln hervor, obwohl er vermutlich tödlich für den "Hilfesuchenden" endete. Am 10. April ging ein Notruf ein: Dachs in Notlage. Die Eberdinger Wehr rückte aus, war dann aber zunächst ratlos. "Wir wussten nicht, was wir machen sollen", erinnerte sich Sattler. Polizei, Tierarzt und Jäger wurden deshalb hinzugezogen, doch auch die sahen zunächst keine Möglichkeit. Am Ende gelang es aber doch, das Tier zu befreien. Das Ende der Geschichte: "Anscheinend ist er ein paar Tage später überfahren worden", so Sattler in seinem Bericht.

Speziell die hohe Zahl der technischen Einsätze beschäftigt die Feuerwehren, auch auf Kreisebene. Die Wehren müssten "Back to the Roots", forderte der stellvertretende Kreisbrandmeister Thomas Korz, zugleich Kommandant der Vaihinger Feuerwehr, unter dem Beifall der Eberdinger Kameraden. Das sei nicht nur seit Jahren sein Anspruch gewesen; diesbezüglich befinde man sich inzwischen auch auf einem guten Weg. Das Ziel: "Wir müssen uns wieder auf die wesentlichen Feuerwehraufgaben konzentrieren", so Korz. Heißt: Wenn's irgendwo brennt und die Feuerwehr gerufen wird, dann müssen die Kameraden "sicher sein", also entsprechend gut auf einen solchen Einsatz vorbereitet sein, damit alle Helfer am Ende des Einsatzes auch gesund wieder nach Hause kommen.

Nicht zu unterschätzen ist dabei der kameradschaftliche Aspekt. "Man kann mit der Feuerwehr alt werden", bemerkte Korz im Hinblick sowohl auf den Nachwuchs als auch auf die langjährig engagierten Kameraden, von denen vier im Rahmen der Hauptversammlung geehrt wurden: Aus der Abteilung Eberdingen waren es Brandmeister Hans-Peter Gohl, Oberfeuerwehrmann Bernhard Grözinger und Hauptfeuerwehrmann Helmut Reinhold (jeweils für 50 Jahre Zugehörigkeit). Oberlöschmeister Peter Stuchez (Abteilung Nussdorf) ist seit 40 Jahren dabei. "A la bonheur", dankte Eberdingens Bürgermeister Peter Schäfer dafür. "Hut ab".

Den jüngsten Mitgliedern in der Eberdinger Wehr können gerade die älteren Kameraden ein Vorbild sein. Auf gutem Weg ist der Nachwuchs in Eberdingen ohnehin. 15 Jugendliche zählt der Jugendbereich aktuell. Entsprechend unterstrich der scheidende Jugendfeuerwehrwart Kai Lanik am Freitagabend die Wichtigkeit der Nachwuchsabteilung, die nicht nur hoch motiviert dabei ist - bei allen Übungen sei die Mannschaft vollzählig gewesen -, sondern perspektivisch auch neue Kräfte für die Hauptabteilung generiert. Auch in diesem Jahr gab es wieder einen Übertritt zu den Kameraden der Einsatzabteilung, die zum 31. Dezember 84 Kameraden zählte. Entsprechend hoch ist die Wertschätzung der Gemeindeverwaltung für die Jugendfeuerwehr. Als "toll und wichtig" charakterisierte Schäfer deren Wirken. Für Lanik selbst war es übrigens der letzte Bericht als Jugendfeuerwehrwart. Er übergab das Amt am Freitagabend an Samuel Reyle, der in geheimer Abstimmung mit 52 von 56 Stimmen gewählt wurde.

Dass alle drei Abteilungen der Eberdingen Feuerwehr so eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten, das sei erfreulich, betonte Bürgermeister Schäfer. "Ein Rädchen greift ins andere." Auch das wisse die Gemeinde zu schätzen. Ein Beleg dafür: Bei den jüngsten Haushaltsberatungen beispielsweise gab es keine Diskussionen über den Wehretat, "weil es klar ist, dass die Mittel notwendig sind und Kommandant Frank Sattler mit seinen Abteilungskommandanten pragmatisch vorgeht und nie überzogene Vorstellungen hat", so Schäfer. Ohnehin gelte: Die Kameraden leisten im Ehrenamt einen unverzichtbaren Dienst, der nachhaltig zur Sicherheit in der Gemeinde beiträgt. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn ein Fahrzeug, das eine halbe Million Euro gekostet hat, im Einsatz den Geist aufgibt. "Das ist ein Problem, das es eigentlich nicht geben sollte", bemängelte Schäfer und regte eine Art Sicherheitseinbehalt nach dem Vorbild des Hoch- und Tiefbaubereichs an; eine Bürgschaft der Hersteller und Verkäufer, die in solchen Fällen greifen würde.

Traditionell Bestandteil einer Jahreshauptversammlung sind zudem die Beförderungen. In diesem Jahr stiegen Georg Mack und Gorden Kittkowski (Abteilung Eberdingen) sowie Lars Rosenkranz (Abteilung Nussdorf) vom Anwärter zum Feuerwehrmann auf. Benjamin Belfiore (Abteilung Hochdorf) wurde zum Löschmeister befördert.


Bericht: Vaihinger Kreiszeitung


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