23.03.2015 17:49 Alter: 3 yrs
Kategorie: News
Von: Jörg Neumann

Grundausbildung 2015


Sieben Kameraden der Feuerwehr Eberdingen haben den 80 Stunden dauernden Lehrgang Truppmann Teil I, umgangssprachlich auch als "Grundausbildung" bezeichnet, bei der Feuerwehr Vaihingen/Enz absolviert. Einen Erfahrungsbericht der Teilnehmer lesen Sie hier: 

 

Wir durften unsere Ausbildung zum Truppmann Teil I bei der Freiwilligen Feuerwehr Vaihingen/Enz absolvieren.

In den ersten Stunden waren Theorie, Rechtsgrundlagen in der Feuerwehr, Aufgaben der Gemeinde und des Landkreises, sowie Rechte und Pflichten der Feuerwehrangehörigen das Thema.

Nach diesen Unterrichtsstunden begann der Lehrblock Erste Hilfe.  Dort packten wir unser Paket. Was gehört alles zur Ersten Hilfe? Lagerung des Patienten, Abschirmen, Wärmerhalt, Wundversorgung, Notruf, usw. Dies wurde in verschiedene Stationen behandelt, ebenso wie die Rettung von bewusstlosen Personen aus PKW und LKW, die Transportmöglichkeiten von Patienten (Krankentrage, Schaufeltrage, Rettungsbrett, usw.), Herz-Lungen-Wiederbelebung,  Wundversorgung (Druckverband, Kopfverband, usw.) und stabile Seitenlage.

Endlich ging es los mit dem Unterrichtsteil Löschangriff. 
Die Sitzordnung in einem Gruppen- und einem Staffelfahrzeug wurde besprochen. Die Reihenfolge des Antretens hinter dem Fahrzeug wurde  nachgestellt, die Aufgaben der einzelnen Trupps im Löschangriff erklärt.

Nach dem Theorieteil ging es raus an die Praxis. Den Angriff solange geübt bis jeder jede Position ohne nachzudenken ausüben konnte.   An den nächsten Tagen wurde der Löschangriff auf Zeit geübt. Es blieben nicht mehr als 5 min bis ein Löschangriff aufgebaut sein musste.

Wieder ging es in die Theorie. Die Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer wurde erklärt. Aufgaben des Schlauch- und Wassertrupps, Position von Truppführer und Truppmann, Aufbau des Löschangriffs in der Staffel und in der Gruppe. Die Wasserentnahme an der Enz und am Ensinger See wurde geübt.

Später begonnen wir die Theorie zur Funktechnik. Unterschied zwischen 2m- und 4m-Funk, deren Verkehrsarten und –formen

Wir spielten ein Funkspiel, welches auch die Jugendlichen der  Jugendfeuerwehr Vaihingen/Enz regelmäßig spielen. Ein Teilnehmer war die Leitstelle und die anderen waren die Einsatzfahrzeuge.

„Florian Eberdingen 2/19 von Florian Vaihingen 1/00 – kommen“

„Hier Florian Eberdingen 2/19 – kommen“

„Frage Uhrzeit - kommen“

„Uhrzeit 11:45 - kommen“

„Verstanden Uhrzeit 11:45 – kommen“

„Richtig – Ende“

Dies spielten wir so lange, bis jeder es im Schlaf konnte, das ist später wichtig, um sich im Einsatz unter schwierigen Bedingungen trotzdem sicher verständigen zu können.

Anschließend ging es an die Kartenkunde. 
In der Kartenkunde mussten verschiedene Punkte mit Hilfe der UTM-Karte gefunden und an die andere Gruppe als UTM-Koordinaten weitergegeben werden. Diese musste die Punkte mit dem Löschfahrzeug anfahren. Nach dem praktischen Teil folgte ein schriftlicher Test.
Am nächsten Termin ging es dann zur intrigierten Leitstelle nach Ludwigsburg. Auf der Anfahrt nach Ludwigsburg wurden mit dem 2m Funkgerät mit den anderen Fahrzeugen Kontakt gehalten. In der Leitstelle verschafften wir uns einen Überblick über die Tätigkeiten der Disponenten und den Ablauf eines Notrufeingangs und erhielten eine Führung durch die verschiedenen Räumlichkeiten.

In einem weiteren Unterrichtsblock wurden uns die Vorgehensweißen bei einem Löschangriff mit Schaum vermittelt. Nach dem Theorieteil wurde in vier Gruppen geübt. Unsere Gruppe konnte den Schaumangriff in 3:41 Minuten bewältigen.

In der nächsten Station ging es um die Drehleiter und die Knotenprüfung. Die Drehleiter wurde komplett auf 30m ausgefahren, dann durfte jeder, gesichert, auf die Drehleiter steigen. 
Manche gingen ganz hoch bis zum Korb andere gingen bis zur Hälfte. Parallel musste zur Knotenprüfung eine Axt heruntergelassen, ein Ausbilder mit dem Rettungsknoten gesichert und ein Achterkonten gemacht werden.

In der letzten Station ging es um die technische Hilfeleistung. Wir mussten mit dem Mehrzweckzug einen LKW ziehen um den dahinterliegenden Verletzten zu retten. 
Anschließend wurde die technische Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall geübt. 
Der erste Trupp schnitt eine große Rettungsöffnung in die linke Seite des Fahrzeugs. Der zweite Trupp durfte das gleich mit der rechten Seite machen. Der letzte Trupp nahm dann das Dach ab. Schließlich wurde die Puppe, welche den Verunfallten darstellte, über den Kofferraum mit dem Rettungsbrett gerettet.

 

Am letzten Ausbildungssamstag fand um 14.00 Uhr die Schauübung, welche gleichzeitig den abschließenden Leistungsbeweis darstellt, statt. 
Das Szenario der ersten beiden Gruppen war ein Verkehrsunfall. Eine Person war in einem Pkw eingeklemmt, eine andere in einem weiteren Pkw eingeschlossen.
Die eingeschlossene Person wurde über den Kofferraum gerettet, die eingeklemmte Person wurde über eine große Rettungsöffnung befreit. 
Die beiden anderen Gruppen mussten einen simulierten Gebäudebrand mit einer, im ersten Stockwerk eingeschlossenen Person, sowie eine Wasserentnahme im offenen Gewässer bewältigen.  Die Person wurde über die Steckleiter gerettet.  

Nachdem die Lage bewältigt war, hieß es „Wasser halt!“ und „Antreten!“. 
Durch Stadtbrandmeister Thomas Korz und Oberbürgermeister Gerd Maisch gab es eine Ansprache, anschließend wurden uns die Urkunden übereicht. Wir sind nun echte Feuerwehrmänner. 

Bericht: S. Reyle

 

Die Feuerwehr Eberdingen um Kommandant Frank Sattler wünscht den neu ausgebildeten Kameraden allzeit einen guten Übungs- und Einsatzdienst. 

 

 

 


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